Die Zucht und Aufzucht von Zwergkrallenfröschen ist nicht schwer sofern man geschlechtsreife und gut genährte Zwergkrallenfrosch-Exemplare hat. Wichtig ist, dass man nicht die Arten boettgeri und curtipes miteinander kreuzt, da die Kaulquappen meist nicht überlebensfähig bzw. die erwachsenen Frösche unfruchtbar sind.

Zwergkrallenfrösche

Zucht von Zwergkrallenfröschen (Hymenochirus boettgeri)

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Als Paarungsanreiz reichen häufig schon Frischwasserzugaben nebst einem nicht überbestezten Becken, guten Wasserverhälnissen, gutem Futter und guter Beleuchtung. Da für das Paarungsverhalten eine gewisse Wasserhöhe erforderlich ist, sollt sie 8-10 cm nicht unterschreiten.

 

Balz:

Die Männchen lassen zunächst einen Lockruf erklingen, der einem leisen Klicken ähnelt (auf der Seite allaboutfrogs.org kann man sich den Ruf anhören). Dabei stellen si sich in ihrem Revier so auf, dass die Fußspitzen am Boden ruhen, und der Körper in einem Winkel von etwa 40° zur Wasseroberfläche zeigt. Kommt ein Artgenosse vorbei, dann wird dieser versucht zu umklammern, wobei sich der Andere im Falle eines Männchens oder eines paarungsunwilligen Weibchens ruhig verhält und die Hinterbeine ausstreckt. Dabei kann man unter Umständen einen Abwehrlaut wahrnehmen. Reicht dies nicht aus den aufdringlichen Gesellen wieder los zu werden, so zucken und schwimmen die Geplagten so lange umher bis das Männchen wieder loslässt. Erwischt das Männchen ein paarungsbereites Weibchen beginnt das Paarungsverhalten.

 

Paarungsverhalten:

Um zunächst nicht paarungswillige Weibchen in Stimmung zu bringen, umklammert das Männchen das Weibchen von hinten, und drückt es mehrmals hintereinander an sich. Außerdem reibt das Männchen den Kopf des Weibchens mit dem Fuß, wobei vermutlich chemischeSubstanzen abgegeben werden. Das Ablaichen erfolgt den in einer art Tanz der an Abb. 1 dargestellt ist:

  1. Das Paar ruht zunächst am Grund. (Das Männchen [orange] umklammert das Weibchen.)
  2. Zusammen schwimmen sie an die Oberfläche...
  3. ... um dort Luft zu holen.
  4. Dann sinkt das Paar leicht ab...
  5. ... und dreht sich mit der Bauchseite zur Wasseroberfläche, wo Eier und Sperma abgegeben werden.
  6. Das Paar dreht sich wieder, und sinkt zum Bodengrund zurück.

Die Paarung des Zwergkrallenfrosches Hymenochirus boettgeri Abb.1

 

Das Ganze findet mehrmals hintereinander statt, wobei jedesmal 5-10 Eier abgelegt werden. Insgesamt werden 100 - 200 Eier abgelegt. Der Laich erinnert an Mohn, der an der Wasseroberfläche schwimmt. Die Eier sind etwa 1,5 mm groß.

 

Schlupf und Entwicklung:

Zunächst überführt man die befruchteten Eier am besten in ein gesondertes Aufzuchtbecken, da die nachfolgende Aufzucht eine intensive Fütterung erfordert, die im Haltungsbecken schnell zu Wasserverschmutzungen führen würde. Bei einer Temperatur von 25°C schlüpfen die Larven schon am zweiten Tag. Nach etwa 11 Tagen kann man bereits die Hinterextermitäten erkennen. Am zwanzigsten Tag sind die Larven ca. 15 mm groß und man kann erste Ansätze der Vorderen Extremitäten erkennen. Nach 34-38 Tagen (je nach Fütterung un Temperatur) ist die Metamorphose zum Frosch abgeschlossen, und nach dem der Schwanz resorbikert wurde sind die jungen Zwergkrallenfrösche etwa 10 mm groß. Nach insgesamt etwa 50 Tagen ist der Nachwuchs ca 20mm lang und sieht schon deutlich wie ein Zwergkrallenfrosch aus..

 

Aufzucht der Larven:

Die Nahrung muss sich natürlich der Größe der Larven anpassen, und kann beispielsweise wie folgt aussehen:

  1. Tierisches Plankton (kleinstes Zooplankton, Infusorien die man durch eine Heuaufguss erhält, oder z.B. Liquifry aus dem Fachhandel)
  2. Artemia-Nauplien
  3. Artemia, Cyclops, Daphnia

Bei der Auzucht sollte man auf strengste Hygiene achten und am besten das Wasser täglich wechseln, da bei der Fütterung idealerweise so viel gegeben wird, dass die Larven quasi darin schwimmen, denn sie sind nich nicht sehr geübt im Jagen und Saugschnappen. Verfügt man über ein rund laufendes Haltungsbecken zweigt man dort am besten täglich die benötigte Wassermenge ab, und füllt dort frisches Wasser nach. Dies hat den Vorteil, dass die im Haltungbecken befindlichen Mikroorganismen eventuell schädigende Bakterien an ihrer explosionsartigen Vermehrung hindern können.

 

Wie kann man die Geschlechter unterscheiden?

Die Weibchen haben einnen kleinen Fortsatz am Hinterteil und sind geringfügig fülliger gebaut. Die nachfolgende Abbildung soll dies schematisch darstellen. Die Verhältnisse sind nicht maßstabsgerecht und sollen nur der Verdeutlichung dienen:

 

Männchen - Weibchen - Zwergkrallenfrosch 

 

 

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