Einführung in die Welt der Zwergkrallenfrösche. Auf dieser Seite erfahren Sie, woher der Zwergkrallenfrosch (Hymenochirus boettgeri und Hymenochirus curtipes) stammt, und welche grundlegenden Eigenschaften sie haben und welche Anforderungern Zwergkrallenfrösche an den Pfleger stellen.

Zwergkrallenfrösche

Allgemeine Informationen über Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus sp.)

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Hymenochirus sp.

Bei Zwergkrallenfröschen, die es in Aquaristikhandlungen zu kaufen gibt, handelt es sich meist um Hymenochirus boettgeri. Aber auch Hymenochirus curtipes ist noch recht weit verbreitet. Die beiden Froscharten unterscheiden sich nur geringfügig in ihrem aussehen und nicht in ihrer Haltung. Daher kann man allgemein von Hymenochirus sp. sprechen, da dies die verschiedenen Unterarten vereint. Zwergkrallenfrösche werden im Gegensatz zu Krallenfröschen (Xenopus), die bis zu 13 cm lang werden, nur etwa 3 cm groß. (Die Männchen erreichen etwa eine Länge von 2,8 bis 3,1 cm und die Weibchen eine Länge von etwa 3 - 3,5 cm.). Zwergkrallenfrösche werden etwa 5 Jahre alt. Sollte man in einer Zoohandlung albinofarbige (hellbeige) Fröschlein sehen, so handelt es sich dabei um eine Xenopus Art, die ja viel größer wird (!). Allgemein kann man Zwergkrallenfrösche von Krallenfröschen unterscheiden, in dem man die vorderen Extremitäten betrachtet. Hat der Frosch an den Händen keine Schwimmhäute, so handelt es sich nicht um eine Hymenochirus-Art, sondern um eine andere Krallenfrosch-Art. Der Name "Zwergkrallenfrosch" ergibt sich daher, dass es eben auch andere Krallenfroscharten gibt, und dass die Frösche an den Fingern und Zehen kleine Krallen haben. An den Zehen sind die drei inneren Krallen schwarz, und daher am besten zu erkennen.

Zwergkrallenfrösche sind Frösche die dauerhaft unter Wasser leben (aquatil) und nicht an Land gehen. Sie kommen an die Wasseroberfläche um zu atmen. Sind die Wasserverhältnisse schlecht, oder finden sie kein Futter mehr, dann versuchen sie eventuell aus dem Aquarium zu entkommen. Wie alle Amphibien sind sie wechselwarm (poikilotherm), können ihre Körpertemperatur also nicht selbst regulieren, sondern passen sich und ihren Stoffwechsel den Umweltbedingungen an.

violett = Kamerun ; grün = Zaire

Die Heimat des Zwergkrallenfrosches ist Westafrika. Man kann sie beispielsweise in Zaire und Kamerun finden. Die in Deutschland angebotenen Arten sind meist deutsche Nachzuchten. Man kann sie zu Hause bei 24 - 30 °C in einem Aquarium mit weichem bis mittelhartem Wasser und  einem pH-Wert zwischen 6,5 und 7,8 gut halten. Der Wasserstand sollte mindestens 8 cm betragen. Die Frösche verstecken sich gerne unter großen Blättern oder Steinen und kommen zum Luftholen kurz an die Oberfläche. Wenn sie schlafen odder sich ausruhen möchten, dann setzen sie sich zum Beispiel auf eine Wasserpflanze, und zwar so, dass ihre Nasenlöcher gerade aus dem Wasser herausschauen.

Zwergkrallenfrösche häuten sich gelegentlich. Man braucht sich keine Sorgen machen, wenn man plötzlich die Haut sieht. Die Haut sollte nach einem Tag aus dem Aquarium entfernt werden. Eventuell fressen die Frösche sie auch auf. Die Tiere müssen aufmerksam gefüttert werden, insbesondere bei Haltung in einem Gesellschaftsbecken mit Fischbesatz. Die Fische realisieren ihre Beute wesentlich schneller als die Zwergkrallenfrösche. Die Fröschlein kauen ihre Nahrung nicht , sondern saugen sie in ihr Maul und schlucken sie herunter (saugschnappen). Aus diesem Grund mögen sie am liebsten schlanke, wurmartige Futtertiere wie zum Beispiel rote Mückenlarven oder Tubifex. Verfüttert man Lebendfutter, so sollte man dieses zwei bis drei Tage in einem separaten Behälter wässern, damit die Futtertiere ihren Darm vollständig entleeren und eventuelle Schadstoffe ausscheiden können. Während dieser Zeit muss das Wasser zwei mal täglich gegen abgestandenes, sauberes Wasser ausgewechselt werden. Die so "gereinigten" roten Mückenlarven oder Bachröhrenwürmer (Tubifex) kann man dann verfüttern und werden auch begeistert angenommen. Man muss nur darauf achten, dass man die Fröschlein nicht überfüttert.

 

Zwergkrallenfrösche Atmen nicht nur über ihre Lungen, sondern nehmen einen Teil des benötigten Sauerstoffs auch über die Haut auf. (Als Larve ausschließlich über die Haut.) Der Anteil der Hautatmung beträgt beim ruhenden Zwergkrallenfrosch etwa , und während Aktivitätsphasen nur noch etwa der Gesamtatmung.

 

 

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