Hier geht es um die Haltungsbedingungen für Zwergkrallenfrösche wie Wasserwerte, Beckeneinrichtung, Aquariengröße, Temperatur, Bepflanzung, Filterung und so weiter. Der Zwergkrallenfrosch ist im Verhältnis zu anderen Froscharten relativ einfach zu halten, jedoch sollte man folgende Dinge beachten: |
Haltungsbedungungen der Zwergkrallenfrösche (Hymenochirus)alle Inhalte wie Text und Bildmaterial unterliegen (c) Zwergkrallenfroesche.de |
Das Wichtigste in Stichpunkten:
- Temperatur 23-28 (30) °C - pH-Wert: 6,5 - 7,8 - Gesamthärte: 8-16 °d - möglichst feiner, runder, kalkfreier, nicht zu heller Kies - dichter Pflanzenwuchs - Versteckmöglichkeiten - nicht zu grelle Beleuchtung im gesamten Aquarium, d.h. Rückzugsmöglichkeiten schaffen in... - ...schattige Bereiche im Aquarium - keine bis sehr wenig Strömung
Die Frösche leben ständig unter Wasser (aquatil), jedoch kann es eventuell vorkommen, dass sie auf die Idee kommen, das Aquarium zu verlassen. In der Natur wandern die Frösche bei Austrocknung des Urwaldümpels, oder wenn sie keine Nahrung mehr finden, über Land in eine andere Wasserstelle. Um eine Wanderung der Zwergkrallenfrösche durch das Wohnzimmer zu verhindern, kann man die durchlässigen Stellen in der Abdeckung mit rostfreiem Fliegengitter abdecken, oder das ganze Aquarium damit abdecken, falls man keine Abdeckung hat. Das Wasser sollte nur eine schwache Strömung aufweisen, jedoch darf der Filter nicht unterdimensioniert sein (bzw. das Aquarium nicht überbestezt sein). Er muss die Ausscheidungsstoffe der Aquarienbewohner voll biologisch abbauen können. Bei der Größe des Filters spielt die Anzahl der gepflegten Tiere und die Wassermenge im Aquarium eine entscheidende Rolle. Am besten man lässt sich beim Fachhändler beraten. Die Zwergkrallenfrösche graben gerne nach Nahrung. Aus diesem Grund darf man keine Steine übereinanderlegen (oder so positionieren dass die Frösche beim unterwühlen davon erschlagen werden könnten), da diese sonst durchaus einstürzen können und als Folge das Aquarium zum bersten bringen, oder ein Tier unter sich begraben. Persönlich ist mir das Risiko von Steinverstecken allgemein zu hoch. Daher biete ich den Fröschen nur Versteckmöglichkeiten in Form von kleinen Moorkienwurzeln oder was sich bei mir auch sehr bewährt hat: Algenbälle (Cladophora aegagrophila). Legt man diese zu einer Gruppe von mindestens 5 Bällen auf den Aquariumboden, dann können die Tiere Zuflucht in den Zwischenräumen suchen und sich dort ausruhen, ohne dass sie einer Gefahr ausgesetzt sind. Die Frösche nehmen die Verstecke gerne an, und ein weiterer Vorteil ist der Nitrat- und Phosphatabbau im Aquarium durch diese niedere Pflanze (eine Grünalgenart). Sie ist sehr anspruchslos und robust. Die Pflanzen sollten allgemein die Eigenschaft haben anspruchslos zu sein und (zumindest teilweise) einen hohen Schadstoffabbau betreiben. Die besten Erfahrungen habe ich mit folgenden Pflanzen gemacht:
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Man sollte die Einrichtung des Aquariums unbedingt sehr aufmerksam unter die Lupe nehmen, da auch schmale Spalten eine tödliche Falle für die Frösche darstellen können, da sie recht flach sind und in einer einmal vorgedrungene Spalte stecken bleiben und sterben können. Da Innenfilter aus diesem Grunde eine Gefahr darstellen können, sollte man möglichst Außenfilter verwenden. Diese gibt es nicht nur als Topf-Außenfilter, sondern auch zum Einhängen an die Aquarienscheibe von außen.
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Vorschlag für die Einrichtung eines Haltungsbeckens:
Das Aquarium ist mit den oben angegebenen Pflanzen
bestückt. Außerdem hängt ein Ableger einer Efeutute*
(Epipremnum aureum, Scindapsus pictus) mit den Wurzeln
im Wasser, da auch diese
*Achtung: Der Saft dieser Pflanze (Efeutute) enthält ein Gift. Deshalb dürfen niemals Schnittstellen direkt ins Wasser gehalten werden. Die abgeschnittenen Stücke müssen vielmehr in einem gesonderten Behälter Wurzeln schlagen bevor sie ins Aquarium gehangen weden (nur mit den Wurzeln).
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