Vielen Dank für die vielen Zuschriften mit euren Beobachtungen und Erfahrungen mit Zwergkrallenfröschen. Viel Spaß beim Lesen der Haltungsberichte wünschen euch alle Autoren. |
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Hier die Erfahrungsberichte des Jahres 2002:
Bericht von Armin Baur Titel: Beckeneinrichtung für ZwergkrallenfröscheNach dem ich mir spontan drei ZKF gekauft hatte, setzte ich sie erst mal in mein Südamerikabecken. Da gingen sie aber leider total unter. Ich bekam sie aufgrund der Aquariengröße (240L) und Bepflanzung eigentlich so gut wie nie zu Gesicht, und da ich wegen der Horrorgeschichten im Internet befürchtete, dass die Fröschlis verhungern fing ich an ein neues kleines Aquarium zu planen. Da hinein sollten die Zwergkrallenfrösche und vielleicht einige Killifische oder Guppys. Also durchforstete ich das Internet nach Infos und richtete ein Aquarium so ein wie ich es für artgerecht hielt. Die Einrichtung sah so aus: In das 30 L Becken kamen 1cm feiner Sand als Bodengrund. In eine hintere Ecke legte ich ein paar glatte Steine so, dass hinten ein Bereich entstand in den ich Kies füllte und mit Anubias und Wasserpest bepflanzte. Eine Art Blumenkasten im Aquarium also. In den vorderen Bereich legte ich einfach noch ein paar Steine und etwas Eichenlaub zur Deko und Schutz für die Zwergkrallenfrösche. Als Filter habe ich einen großen Schwammfilter gewählt. Der verursacht kaum Strömung und in früheren Zeiten hatte ich damit immer gute Erfahrungen gemacht. Nach einer Einfahrphase von ca. drei Wochen habe ich erst mal ein Guppy Männchen mit zwei Weibchen eingesetzt. Zwei Wochen später kamen dann die Zwergkrallenfrösche dazu. Es war eine heiden Arbeit die Krallis aus dem Becken zu fischen. Da hatten sie einfach zu viele Versteckmöglichkeiten. Sie sahen auch schon recht mager aus. In dem neuen Becken haben sie dann erst mal etwas lebende Tubifex bekommen und sich ordentlich die Bäuche vollgeschlagen. Nun ist das Ganze etwa einen Monat her, und jeder einzelne Zwergkrallenfrosch sieht absolut fit aus. Meine Befürchtung, dass es ein Problem geben könnte weil an dem Becken keine Beleuchtung dran ist, hat sich nicht bestätigt. Weder der Wasserpest noch den Anubias scheint das etwas auszumachen, und mit Algen habe ich gottlob auch noch keine Probleme. Die Guppys haben auch schon Junge bekommen, aber anstatt dass sich die ZKF den Nachwuchs schnappen scheinen nur die Guppys selbst den Nachwuchs zu verspeisen. Jedenfalls finde ich das AQ gelungen und die Krallis fühlen sich scheinbar sauwohl - und vor allem sieht man sie auch mal ;-)
Bericht von Helmut Bialk Titel: Seltsame FressgewohnheitenNach dem mein Sohn mich überredet hat einen Zwergkrallenfrosch für unsrer Gesellschaftsaquarium zu kaufen sitzt nun ein Exemplar im 120 Liter Becken unseres Wohnzimmers. Nach Angaben des Verkäufers schnappt er sich alles was zu Boden fällt. Trockenfutter, Futtertabletten und rote Mückenlarven wären am besten geeignet. Nun gut. Als er die ersten Tage absolut nichts vom Futter abbekommen hatte dachten wir uns noch nichts dabei. Die Eingewöhnungsphase eben - das kannten wir ja auch von einigen Fischen. Aber nach einer Woche hatte er weder von den Futtertabletten noch vom Flockenfutter abbekommen. Erstens war der Zwergkrallenfrosch viel langsamer als die Fische, und zweitens schien er das Futter gar nicht zu bemerken! Selbst als wir ihm das Futter genau vor die Schauze geworfen hatten rührte er es nich an. Aber irgendwie schien es ihm trotzdem gut zu gehen. Wir haben dann trotzdem gefrorene rote Mückenlarven gekauft. Die wurden allerdings auch von unseren Keilfleckbärblingen gefressen bevor sie unten angekommen waren. Unser Zwergkrallenfrosch hatte nicht das geringste davon erwischt. Dann nahmen wir ein Stück Rohr und so fielen die Mückenlarven genau vor den Zwergkrallenfrosch. Jetzt schnappte er endlich zu . Jedoch immer noch mit wenig Begeisterung. Als wir mit dem Röhrchen in die Nähe des Frosches kamen schnappte er plötzlich danach obwohl noch gar kein Futter in der Nähe war. Er hatte scheinbar auf die leicht zitternden die Bewegungen reagiert. Aus dem Internet wussten mittlerweile wir schon dass er ein Seitenlinienorgan wie unsere Fische auch besitzt, und so versuchten wir es dieses mal mit lebenden Tubifex. Als wir ein kleines Knäuel vor den Zwergkralli warfen schnappte er sofort danach! Und wie! Er war gar nicht wieder zu erkennen! Das reinste Raubtier. Lebende rote Mückenlarven haben wir auch versucht, allerdings hatte der Zwergkrallenfrosch damit arge Probleme weil die Larven doch einiges dicker und widerspänstiger waren als die Tubifex. Vor dem Verfüttern geben wir gelegentlich ein Multivitamin-Mineral-Zusatz auf die Würmer um sie etwas nahrhafter zu machen. Jetzt ist der Frosch drei Wochen bei uns und schein sich wohl zu fühlen. Die Keilfleckbärblinge haben mittlerweile auch das interesse an ihm verloren. Anfangs zwickten sie den ZKF immer. Leider ist die Fütterung sehr aufwendig. Schön wäre gewesen wenn der Verkäufer mal darauf hingewiesen hätte.
Nachtrag vom 18.10.2002 Titel: FütterungsmethodeWir haben noch eine neue Fütterungsmethode entdeckt: Wir nehmen Ein langes Holzstöckchen und zittern damit dem Zwergkrallenfrosch vor der Schnauze hin und her. Natürlich liegen an der Spitze des Stöckchens ein paar tote Mückenlarven oder so was. Der Kralli schnappt in Richtung Stockspitze (das Stöckchen ziehen wir dann blitzschnell weg) und erwischt dabei meistens etwas Futter. Wenn er es mal im Maul hat, dann frisst er es meistens auch. So können wir bequem Zeiten überbrücken in denen wir mal kein Lebendfutter zur Verfügung haben.
Bericht von Daniel Tannhäuser Titel: Krallis verschwundenHabe vor etwa einem halben Jahr zwei Zwergkrallenfrösche mitsamt roten Mückenlarven (gefroren) gekauft. Die kamen zu meinen Guppys ins 45 Liter Becken. Im Becken waren jede Menge Anubias und noch andere Pflanzen. Deshalb bekam ich die beiden Kerle leider so gut wie nie zu Gesicht. Alle paar Tage warf ich nen halben Brocken rote Mülas ins AQ kurz nach dem das Licht ausging, und hoffte, daß 1. die Guppys nicht alles von den Mülas freßen würden und 2. die Frösche den Weg zu dem Futter finden, weil ich bisher nie etwas davon bemerkt hatte. Ich hatte gehört, dass die ZKF nachtaktive Räuber wären, und deshalb hielt ich schon alles für OK. Nach vier Monaten sah ich die Zwergkrallenfrösche überhaupt nicht mehr. Sie waren vorher immer mal aufgetaucht wenn ich vor dem AQ saß, aber nun seit zwei Wochen keine Spur mehr von den Beiden. Meine Anubias sahen inzwischen gar nicht mehr gut aus, und deshalb fing ich an die Pflanzen alle rauszunehmen und neue einzusetzen. Dabei hätten mir die beiden Zwergkrallenfrösche eigentlich auffallen müssen, aber von denen fehlte weit und breit jede Spur! Also entweder sind die aus dem Aquarium gehüpft (hinten ist in der Abdeckung eine kleine Öffnung) oder sie sind verhungert, was mir sehr leid tun würde. Ich hatte ihnen doch extra eine Futterportion reingeworfen. Aber in der ganzen Zeit hab ich die Fröschlis auch nur 2 mal beim freßen gesehen! Also ich werd jetzt erst mal keine ZKF mehr kaufen. Vielleicht richte ich mir ein Artbecken ein mit 10 Fröschen oder so. Werde aber vorher mal nach Infos suchen wie es bei denen so in der Heimat aussieht und dann versuchen das Becken so natürlich wie möglich zu gestalten.
Bericht von Eva Poschke Titel: Zwergkrallenfrösche haben abgelaichtIn meinem kleinen Gesellschaftbecken mit allerlei Fischen drin hab ich vor kurzem zwei Zwergkrallenfrösche reingesetzt. Irgendwann waren so kleine schwarze Körnchen auf der Wasseroberfläche. Sah aus wie Mohn. Ich vermute, dass das Eier von den Zwergkrallenfröschen waren? Na, ja, jedenfalls waren die schwarzen Pünktchen irgendwann wieder weg, und von Kaulquappen keine Spur. Also entweder das war was anderes, oder die Fische habens gefressen. Beim nächsten Mal hol ich den Laich einfach aus dem Becken und versuch die Kleinen "von Hand" großzuziehen. Vielleicht klappts ja. Nachtrag vom 15.12.2002: Leider haben die Zwergkrallenfrösche mir nicht noch mal den gefallen getan sich zu Paaren. War wohl ein Glückstreffer. Na ja mal weiter abwarten.
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