Haltung von Süßwasserschnecken im Aquarium
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Grundlegend gelten natürlich die gleichen Bedingungen bezüglich Pflege und Wartung eines Schneckenaquariums wie für Zierfischaquarien auch. Wer nähere Informationen sucht findet diese bei Aquaristikinfo.de. Darüber hinaus sind die Folgenden Punkte besonders wichtig, da diese von Süßwasserschneckenhaltern häufig übersehen werden:

  • Schnecken reagieren nicht weniger empfindlich auf eine Änderung der Wasserwerte wie Zierfische! Das bedeuted, dass Auch schnecken langsam an die neue Umgebung (Temperatur, Wasserhärte etc.) gewöhnt werden sollten und nicht einfach wie ein Stein in ihr neues zu Hause plumpsen sollten.
  • Viele Fischarten und andere Aquarienbewohner wie z.B. Krebse sind der Schnecke wenig freundlich gesinnt und können diese bewußt (weil sie sie als Beute ansehen) oder unbewußt (weil sie neigiereig sind) töten.
  • Auch Schnecken haben hunger - und die meisten Arten mögen nicht alle Pflanzen- und Algenarten die sie im Aquarium vorfinden. Das heißt, dass man sie wie Fische auch von Zeit zu Zeit sparsam füttern sollte, da sie sonst verhungern können! Mitunter halten Schnecken Hungerperioden weitaus weniger gut aus als Fische.

Die Ernährung: Zu einer gesunden Schnecke gehört auch ein gesundes und nicht löchriges Schneckenhaus. Zum Aufbau dieses Gehäuses benötigt die Schnecke Kalk, dass sie entweder dem Wasser entzieht, oder direkt durch fressen aufnimmt. Ist das Wasser sehr weich, so kann man gemörserte Eierschalen oder etwas Kalkstein in das Aquarium legen. Der pH-Wert darf nicht deutlich unter 7 liegen, da sich die äußere Schale (siehe Aufbau) sonst auflöst. Ansonsten kann man die Tiere ähnlich wie andere Aquarienbewohner auch füttern. Nachfolgend sind einige Futterarten für Schnecken aufgelistet, die sich bei mir besonders bewährt haben:

  • Eine Scheibe geschälte Salatgurke (an einem Metallspieß befestigt, damit sie nicht schwimmt) für herbivore oder omnivore Schneckenarten.
  • Futtertabletten der Marke "Hikari Algae Wafers" mit überwiegend pflanzlichen Bestandteilen besonders für herbivore Schneckenarten geeignet.
  • Die "Universal-Futtertablette": "Sera Premium Plankton mit Spirulina" von allen Schnecken sehr gerne gefressen und vertragen.
  • Futtertabletten der Marke: "Tetra PlecoMin" werden ebenfalls gerne genommen und schnell gefunden.

Das Haltungsbecken: Bei der Haltung von Schnecken im Aquarium ist zu beachten, dass viele Arten (bisher habe ich es bei jeder unter der Rubrik "Arten" beobachtet) das Wasser verlassen können (manchmal bei schlechten Wasserverhältnissen) und so der Gefahr ausgeliefert sind zu vertrocknen. Aus diesem Grund sollte man das Aquarium möglichst ausbruchsicher machen (z.B. mit Fliegengitter oder unüberwindbaren Kanten oder Abdeckungen).
Die Schnecken halten es aber auch einige Zeit außerhalb des Wassers aus, so dass man sie nach dem Auffinden außerhalb des Aquarium zunächst in ein Gefäß mit Aquarienwasser legen sollte, um zu untersuchen, ob sie noch lebt. Nach 10 Minuten bis 12 Stunden kommt die Schnecke dann vorsichtig aus ihrem Haus wenn sie noch lebt. Eine tote Schnecke kann das Wasser sehr schnell verderben - deshalb der Test.

Einer der wichtigsten Einrichtungsgegenstände in Schneckenaquarien ist ein Schutzgitter über dem Heizstab, da sich die Schnecken sonst böse Verbrennungen holen können wenn sie über den nackten Heizer kriechen. Die Schutzgitter gibt es im Aquaristikfachhandel.

Zur Bepflanzung bieten sich Gewächse an, die Bitterstoffe enthalten, da diese nur ungerne von den Schnecken verzehrt werden. Dazu gehören zum Beispiel Wasserkelcharten und Javafarn. Ideal sind auch sogenannte Algenbälle (Cladophora aegagrophila), da diese überschüssige Nährstoffe Assimilieren und von den Schnecken nicht gefressen werden. Auch Hornkraut (das sehr schnell wächst) eignet sich hervorragend, da es auch stark assimiliert und nur selten von Schnecken gefressen wird.
 

Wendts Wasserkelch
Wendts Wasserkelch

Hornkraut
Hornkraut

Javafarn
Javafarn

 

 

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