Allgemein sagt man, ein kleines Aquarium sei schwieriger zu Pflegen und im biologisch Gleichgewicht zu halten als ein großes. Dies stimmt meiner Erfahrung nach nur, wenn man ein sogenanntes "Komplettset" mit den falschen Pflanzen und zu vielen Fischen ausstattet.
Die Nachteile dieser Komplettsets, und wie man sie beseitigen kann erfahren
Sie hier: ![]()
Welche Pflegemaßnahmen
sind erforderlich um Aquarien mit kleinen Volumina von 50 - 60 L
im biologischen Gleichgewicht zu erhalten? |
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Tätigkeit |
Beschreibung
und Nutzen |
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Teilwasserwechsel
(TWW) |
Man sollte jede Woche
einen Teil des Aquarienwassers gegen frisches, aufbereitetes Wasser
austauschen, um überschüssige Nährstoffe die durch
den biologischen Abbau der Fischausscheidungen und abgestorbener
Pflanzenteile entstehen, zu entfernen. Dabei sollte man beachten,
dass die Besatzdichte des Aquariums und die Art und Häufigkeit
der Fütterung, die Menge des ausgetauschten Aquarienwassers
und die zeitlichen Abstände der einzelnen TWW bestimmt.
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Wasseraufbreitung (beim Teilwasserwechsel wenn erforderlich) |
Da das Leitungswasser vielerorts nicht das optimale Aquarienwasser darstellt, ist es häufig notwendig, die Härte des Wassers an die Fischbedürfnisse anzupassen. Dazu mischt man zwei Ausgangswasser unterschiedlicher Härte so, dass der gewünschte Härtegrad erreicht wird. Um das Mischungsverhältnis zwischen Wasser 1 und Wasser 2 berchnen zu können kann man die sogenannte Kreuzregel verwenden:
Anwendung: Man trägt C1, C2, und Cw ein. Die Differenz zwischen C1 und Cw ergibt t2. Die Differenz zwischen C2 und Cw ergibt t1. t1 + t2 = f. Man hat nun drei Werte ermittelt die man folgendermaßen verwendet: Möchte man insgesamt X Liter Wasser mit Cw, so rechnet man:
Ein Beispiel: DasLeitungswasser hat GH 17, gewünscht ist ein Aquarienwasser mit GH 9 und es wird mit Osmosewasser-Wasser mit GH 3 gemischt: Dann ist C1 = 17, C2 = 3, Cw = 9. Es ergibt sich damit: t1 = 6, t2 = 8und f = 14. Man benötigt also 6 Teile Ausgangswaser 1 und 7 Teile Ausgangswasser 2. Möchte man z.B. 10 L Wasser mit einer Gesamthärte von 9, so muss man 10 * 6/ 14= 4,29 L Ausgangswasser 1 und 10 * 8 / 14 = 5,71 Liter Ausgangswasser 2 mischen.
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Pflanzenpflege |
Schnell wachsende
Pflanzen wuchern schnell das Aquarium zu, entziehen den Fischen
Schwimmraum und den unteren Pflanzen Licht. Deshalb ist es etwa
alle 2-3 Wochen notwendig die schnell wachsenden Stengelpflanzen
zurückzuschneiden. Oft empfiehlt es sich, den unteren Teil
zu entfernen und den oberen Teil neu einzusetzten. |
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Filterwartung |
Merkt mann, dass der
Filter "zu" ist, so empfiehlt sich in Kombination mit
einem Teilwasserwechsel das Filtermaterial in Aquarienwasser oder
- falls notwendig - mit lauwarmem Leitungswasser auszuwaschen. Die
Kulturen der nützlichen Mikroorganismen, die das Aquarium im
biologischen Gleichgewicht halten muss dabei erhalten bleiben. Deshalb
die Filtermaterialen nicht allzu pingelig auswaschen - und keinesfalls
mit heißem oder zu kaltem Wasser! |
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Bodengrund reinigen |
Der Bodengrund und
der darin befindliche Schlamm sind von immenser Bedeutung für
die Biologie des Aquariums. Jedoch kann bei starkem Besatz, starker
Fütterung und schwacher Bepflanzung die Menge des anfallenden
Kots so hoch sein, dass sich er nicht schenll genug abgebaut wird
und sich der Bodengrund zusetzt und nicht mehr "atmen"
kann. Dann sollte man etwa die obere Häfte mit einem Mulmabsauger
auswaschen. |
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Leuchtstoffröhren
auswechseln |
Da sich die spektrale
Zusammensetzung des Leuchtstoffröhren-Lichtes mit der Zeit
verschiebt, ist es leider erforderlich, die Röhren nach etwa
einem Jahr auszutauschen. Jedoch sollte man wenn möglich nie
alle Röhren gleichzeitig austauschen, sondern idealerweise
(bei einer "zweiflammigen" Abdeckung) alle sechs Monate
eine, um den Pflanzen einen Licht-Umstellungsschock zu ersparen.
Denn dies führt zu einer zeitweiligen Schwächung der Pflanzen
die während dieser Zeit schwächer assimilieren. Das hat
dann einem Nährstoffüberschuss zur Folge der sofort von
Algen ausgenutzt wird. Algen hat man unter umständen innerhalb
von 2 Wochen im Aquarium - man braucht jedoch mindestens drei Monate
um sie wieder loszuwerden. |
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