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Kohlendioxid
Die "Hefemethode" hat sich bei mir gut bewährt. Dazu benutze ich die altbewährte Eigenbaukonstruktion:
Konstruktion für Aquarien bis 100L (bei einer Carbonathärte < 10°d):
Mixtur: Dazu habe ich 1/2 Hefewürfel und 200 g Zucker in einem Liter Wasser aufgeschlemmt (in einer 1,5 Liter Colaflasche) und das nach ca. vier Stunden entweichende Kohlendioxid mittels CO2-Schlauch und Ausströmer oder besser "Flipper" in das Aquarium eingeleitet. Nach etwa neun Tagen liegt die Gasentwiklung bei nur noch drei Blasen pro Minute und dann tausche ich das ganze Gebräu aus. Übrigens habe ich mit einem 10 cm langen Ausströmer aus Gummi von der Firma Hobby sehr gute Erfahrungen gemacht. Im Vergleich zum Dennerle "Junior" war der CO2-Gehalt im Aquarienwasser wesentlich größer. Beim pH Vergleich habe ich mit dem Ausströmer pH 6,5 - 6,8 erreicht, und mit dem Dennerle Junior bin ich lediglich auf 7,0 - 7,5 gekommen. Der Vorteil des Junior ist jedoch der konstante CO2-Gehalt des Aquarienwassers, egal wie groß die Gasproduktion der Hefebakterien nun gerade ist, da der Dennerle ja eine konstante Kontaktfläche aufweist und überschüssiges Gas einfach entweichen kann.
Für größere Aquarien muss der Gärbehälter entsprechend größer sein. Man kann beispielsweise einen Benzinkanister verwenden. In jedem Fall bietet sich das dazwischenschalten einer Gaswaschflasche an, die verhindert, dass Teile der Gärmischung durch eventuelles Aufschäumen in das Aquarium gelangen. Dies könnte zum totalen Fischverlust führen. Eine Waschflasche kann man sich einfach mit einer kleinen Flasche bauen. Dabei soll der Schlauch der aus dem Gärbehälter (1) in die Waschflasche (2) reicht ziemlich lang sein, damit das Gas durch das in der Flasche befindliche Wasser (die Flasche sollte maximal bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt sein) perlt. Dadurch gelangt nur das reine CO2 in das Aquarium. Die folgende Skizze soll dies verdeutlichen.
(1) Gärbehälter (z.B. Benzinkanister) (2) Gaswaschflasche (z.B. eine 0,5 L Cola-Flasche) (3) Die Waschflasche sollte maximal bis zur Hälfte mit Wasser gefüllt sein) (4) Aquarium (5) Die Schläuche sollten unbedingt CO2-undurchlässig sein.
WICHTIG: Die CO2-Einleitung sollte nicht sofort auf 100% hochgefahren, sondern langsam gesteigert werden, damit Pflanzen und Fische sich an die neuen Verhältnisse gewöhnen können. Außerdem kann man so die richtige Blasenzahl ermitteln, die notwendig ist, um einen optimalen CO2-Gehalt im Aquarium zu erzielen. Man ermittelt die Blasenzahl zum Beispiel, in dem man die durch die Waschflasche perlenden CO2-Blasen pro Minute zählt und zusammen mit dem erzielten CO2-Gehalt protokolliert. Dann kann man gegebenenfalls die Menge an Hefe und Zucker im Gärbehälter erhöhen oder senken. Dabei darf der Füllstand aber auf keinen Fall zu hoch werden, da sonst ein Überschäumen die Folge sein kann.
WARNUNG: Einige Aquarianer regen die CO2-Produktion mit Hilfe von Weißmehlzusätzen an (boosten). Dies kann jedoch zu solch heftigen Reaktionen führen, dass selbst mit einer Waschflasche der überquellende Schaum nicht zurückgehalten werden kann. Daher sollte man dieses Risiko vermeiden. Die herkömmliche Methode nur mit Wasser, Hefe und Zucker ist wesentlich kalkulierbarer.
Filterung
Selbst bei einem so kleinen Aquarium habe ich beste Erfahrungen mit einem Außenfilter von Eheim (2213) gemacht. Dieser hat ein Volumen von 3 L, was gegenüber einem Innefilter ja enorm viel ist. Außerdem kann man den Außenfilter mit unterschiedlichen Filtermaterialien bestücken und somit den optimalen Schadstoffabbau zu erzielen. Die Innenfilter haben bei mir niemals die mechanische und vor allem biologische Leistung des Außenfilters erreicht. Die Außenfilter sind bei mir (von unten nach oben) mit Tonröhrchen, EhfiSubstrat und Zeolith bestückt, sowie zwischen den Schichten die entsprechenden Filterschwämme.
Heizung und Bodenfluter
Zur Beheizung benutze ich eine Kombination aus dem Dennerle 4 W Bodenfluter (eine schwache Heizspirale die auf dem Aquarienboden mit Saugern befestigt wird) und einem kleinen 25 oder 50 W Stabregelheizer. Genau genommen dient der Bodenfluter ja nicht der eigentlichen Erwärmung des Wassers, sondern durch die Zirkulation des erwärmten Wassers im Bodengrund (Kies mit 2-3 mm Körnung) von unten nach oben und dem nachfließenden kühleren Wasser soll eine optimale Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der aeroben Bakterien und der Pflanzenwurzeln gewähleistet werden. Dadurch hatte ich in dem so ausgestatteten Becken ein verbessertes Pflanzenwachstum bei den Rosettenpflanzen feststellen können. Der Stabheizer ist tagsüber (durch die Erwärmung des Wassers mittels der Leuchtsoffröhren-Vorschaltgeräte in der Abdeckung) übrigens kaum angesprungen.
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