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Futtertierzucht
Teil 1: Wasserflohzucht
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Teil 2: ArtemiazuchtZucht von Artemia Salina ("Urzeitkrebse")
Hier ist nicht die Zucht von Artema Nauplien (das sind die gerade geschlüpften Salinenkrebschen, die man als Auzuchtfutter für Jungfische verwendet) beschrieben, sondern die Zucht der erwachsenen Tiere. Diese werden 1 - 1.5 cm lang und sind ein hervorragendes Fischfutter. Salinenkrebschen sind noramerlweise lebendgebärend was hier ausgenutzt wird. Nur wenn die Salzseen austrocknen, in denen die Krebse normalerweise leben, und folglich der Salzgehalt steigt, dann legen die Krebse Dauereier die die Trockenzeit überleben sollen. Diese Eier kann man kaufen. In entsprechendes Salzwasser gebracht schlüpfen die Krebschen nach ca. 30 Stunden und können entnommen werden um sie an Jungfische zu verfüttern. Ein Problem, wenn man die Krebschen über das Jungstadium hinaus am leben lassen möchte damit sie Nachkommen zeugen können, besteht darin, dass die Eischalen das Wasser belasten und nur sehr schwer vollständig zu entfernen sind. Aus diesem Grund sei hier die folgende Vorgehensweise vorgeschlagen:
Man richtet ein Becken wie in Abb. 1 beschrieben ein, und lässt es eine Woche in Betrieb, damit eine Grundlage für das spätere biologische Gleichgewicht gelegt ist. (Das Becken ist unten noch genauer beschrieben.
Dann kauft man beim Aquaristikhändler eine Tüte lebende Salinenkrebschen und gibt diese in das Becken.
Alle zwei bis drei Tage füttert man die "Urzeitkrebse" mit Liquizell oder Microzell, das man ebenfalls beim Händler bekommt.
Nach einiger Zeit erkennt man eine deutliche Vermehrung der Tiere und kann sie zur Verfütterung entnehmen. Dazu siebt man sie aus dem Zuchtbecken und spült sie vorsichtig mit klarem Wasser ab, damit kein Salz in das Aquarium gelangt.
Zuchtanlage:
Abb. 1
Erklärung zu Abb.1:
Warum der Zeolithbodengrund? Zeolith bindet Nitrate (und Phosphate) und ist somit ein Pfanzenersatz. Diese würden normalerweise die Nitrate und Phosphate aufnehmen. Das Zeolith sollte vor Verwendung mit klarem Wasser gespült werden.
Warum der Billy-Filter mit dem großen, feinen Filterschwamm? Durch die große Filterfläche ist einerseits ein gute biologische Wirkung garantiert, und andererseits (was noch wichtiger ist) wird die Ansaugwirkung auf eine große Fläche verteilt. Dadurch werden die Jungtiere nicht angesaugt, und auch das Futter verschwindet nicht einfach im Schwamm.
Warum der zusätzliche grobe Filterschwamm am Auslauf? Dadurch werden die normalerweise auftretenden Luftblasen an der Wasseroberfläche vermieden, die ansonsten beim Zerplatzen die jungen Salinenkrebschen aus dem Becken schleudern könnten (und würden).
Wie sollte das Wasser beschaffen sein? Ein guter Salzgehalt ist 15g pro 1L Wasser. Für 10L Wasser benötigt man also 150g jodfreies Speisezalz. Das Wasser sollte aufbereitet sein, und das Salz muss Jodfrei sein. Man kann durch Abdecken der Anlage mit einer Plexiglasscheibe eine Verdunstungs- verminderung errreichen. Verdunstetes Wasser sollte mit destilliertem Wasser (aus der Drogerie) aufgefüllt werden. Nach etwa drei Wochen sollte man außerdem die Hälfte des Wassers gegen frisches austauschen (Teilwasserwechsel), damit überschüssige Schadstoffe aus dem Aquarium gelangen. Eine Algenbildung im Zuchtbecken ist absolut wünschenswert. Diese bilden eine weitere Nahrungsgrundlage für die Futtertiere und sorgen außerdem für ein stabileres biologisches System. Das Becken sollte an einem Ort mit 20-28 °C stehen und auch beleuchtet werden. Sonnenlicht ist empfehlenswert, aber die Sonne sollte nicht den ganzen Tag auf das Becken scheinen. Eine normale Pflanzenleuchte ist ebenfalls eine gute Beleuchtungsquelle.
Viel Erfolg!
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