Das Wichtigste für Aquaristik Einsteiger in Kürze. Einfahren, Einrichtung und Besatz eines neuen Aquariums.

 

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Tipps für Aquarien Einsteiger

 

Da man die meisten Fehler in der Anfangsphase machen kann, habe ich für diese kritische Phase diese Seite erstellt. Macht man direkt am Anfang Fehler, dann hat das meist folgende Auswirkungen:

  • Algen nehmen überhand.
  • Fische sind krank.
  • Fische sterben.

Zunächst die wichtigsten "Regeln" für den Aquarianer:

  1. Geduld haben - Ohne diese wichtige Zutat geht so manches Aquarianervorhaben schief.
  2. Das Aquarium muss erst biologisch in Schwung kommen, bevor man seine Bewohner dazusetzt, denn diese produzieren Abfallstoffe die das Aquarium verarbeiten können muss. (wie funktioniert das?)
  3. Das Aquarium nicht überbesetzen. (wie viele Fische kann ich einsetzen?)
  4. Das Aquarium nicht mit Fischen besetzen die nicht zueinander passen, oder die nicht in zu den Wasserverhältnissen oder der Größe des Aquariums passen. (welche Fische sind geeignet?)
  5. Teilwasserwechsel (TWW) regelmäßig durchführen (wie geht das?)
  6. Die Fische nicht überfüttern, da ihre Organe sonst verfetten und das Wasser unnötig belasten.

Die häufigsten Fehler sind:

  • Überbesatz (wie kann ich das verhindern?)
  • Pflanzen die nicht für ein leben in einem Aquarium geeignet sind (Sumpfpflanzen die als Aquarienpflanzen verkauft werden) oder aber so hohe Lichtansprüche haben, dass man sie mit einer normalen Beleuchtung nicht ausreichend versorgen kann. (welche Pflanzen sind geeignet?)
  • versäumte Teilwasserwechsel (was ist das?)

 

 

Die ideale Einrichtung eines 60x30x30 cm Aquariums

 

Unbedingt notwendige Dinge wurden mit einem  gekennzeichnet.

 

Dinge die wünschenswert aber nicht unbedingt notwendig sind wurden mit einem  gekennzeichnet.

 

Dinge die man vermeiden sollte, wurden mit einem gekennzeichnet.

Nachfolgend nun der Plan nach dem man beim Einrichten und Einfahren vorgehen sollte:

 

Man wäscht das Aquarium mit klarem Wasser und einem extra für das Aquarium reservierten, neuen Schwamm aus. Der Kies (mit einer Körnung von 3mm) wird in einem ebenfalls extra für das Aquarium reservierten, neuen Eimer gründlich ausgewaschen bis das Wasser klar ist.

Auf dem Aquarienboden wird mit Hilfe von Saugnäpfen ein 4W Bodenfluter verlegt. Dieses sehr schwache Heizkabel sorgt dafür, das der Aquarienbodengrund wie in den Tropen auch, wärmer oder genauso warm ist wie das Wasser. Dadurch gedeihen die Pflanzen besser, und der Bodengrund wird optimal mit Sauerstoff versorgt, was die darin lebenden Mikroorganismen zu optimaler Leistung im Schadstoffabbau anspornt.

Als unterste Schicht nimmt man einen Nährboden für Aquarienzwecke. Die Schicht sollte etwa 8mm dick sein. Ist der Närboden sehr fein, dann sollte man ihn mit etwas Kies vermischen um ihn aufzulockern

Dann schüttet man vorsichtig den gewaschenen Kies in das Aquarium, und zwar so, dass eine Gesamtschichtdicke von etwa 5 cm entsteht. Wenn man die Kiesschicht vorne 1-2 cm tiefer macht als hinten (also z.B. vorne 4cm, hinten 6cm) dann entsteht ein sehr schöner räumlicher Effekt. Das Aquarium wirkt optisch größer.

Man positioniert die Dekorationsgegenstände wie z.B. Wurzeln oder Steine.

Jetzt sollte man die Technik installieren. Dazu gehören ein Innenfilter (viel besser wäre ein kleiner Außenfilter), und ein 50W Heizstab.

Nun kann man das Aquarium bis zur Hälfte mit aufbereitetem Wasser füllen. Zur Aufbereitung gibt es Mittel die Schwermetalle und Chlor unschädlich machen.

Jetzt kommt etwas Leben ins Aquarium: Die Pflanzen. Ideal (weil robust) sind die hier aufgeführten Pflanzen. Sehr wichtig ist das Hornkraut, da es sehr schnell wächst, und dadurch dem Wasser überschüssige Nährstoffe entzieht, die sich sonst Algen zu Nutze machen würden. Beim Einpflanzen kann man viele Fehler vermeidbare machen. Richtig einpflanzen ist sehr wichtig um später ein biologisches Gleichgewicht zu erhalten.

Hat man das Aquarium fertig bepflanzt füllt man es weiter vorsichtig mit Wasser auf, und schaltet die Technik ein. Das Wasser sollte schon etwas vortemperiert sein, damit die Pflanzen keinen Kälteschock bekommen. Ach ja, ein Thermometer sollte auch im Aquarium sein.

Eine CO2-Düngeanlage ist von Vorteil, da hierdurch die Pflanzen besser gedeihen, und dadurch Algen in ihrem Wachstum stark eingeschränkt werden. Vorhandenen Nährstoffe werden verwertet und belasten das Aquarium nicht unnötig. Wie die Düngung funktioniert erfahren sie dort. Eine CO2-Anlage kann man sich mit einfachen Mitteln selber bauen. Hier gibt es auch eine Bauanleitung. Oder sie kaufen eine kleine Anlage im Fachhandel.

Auf keinen Fall sollten Sie direkt am Anfang Flüssigdünger in das Wasser geben, da die Pflanzen es erst verwerten können wenn sie sich an das Aquarium gewöhnt haben und richtig angewurzelt sind. Das dauert etwa 3 Wochen. Danach sollten Sie auch sehr sparsam düngen, da meistens schon genung Dünger im Leitungswasser enthalten ist. Eine Überdüngung hat eine Algenpest zur Folge.

Nach etwa einer Woche können Sie z.B. eine schöne Apfelschnecke oder einen Ancistrus (Blauer Antennenwels) in das Aquarium setzen. Dadurch gewöhnt man das Aquarium an die organischen Abfallstoffe und eventuell auftretende Alögen werden sofort abgefressen. WICHTIG: Ein Ancistrus benötigt unbedingt ein Stück Moorkeinholz, damit er sie abschaben kann. Die darin enthaltenen Stoffe braucht er zur Verdauung.

Wenn alles läuft, dann kann man in der zweiten Woche beispielsweise zwei Amano-Garnelen einsetzen, oder aber ein anderes "nützliches" Tier. Wichtig ist auf jeden Fall, dass man in den ersten vier Wochen jede Woche höchstens immer ein oder zwei Tiere einsetzt.

In der vierten Woche kann dann der erste kleine Schwarm Zierfische eingesetzt werden. Beispielsweise 2 Platymannchen und 4 Platyweibchen. Das hätte dann wiederum den Vorteil, dass diese auch noch sehr gerne Grünalgen verzehren.

Nun kann man bis zur Besetzungsgrenze jede Woche ein paar Fische dazusetzen. Idealer ist es jedoch wenn man jedesmal drei Wochen wartet, da die Tiere in dieser Zeit zu kräften kommen können (der Transport vom Züchter zum Händler und nach Hause schlaucht die Tiere sehr) und somit das Risiko vermindert wird, dass geschwächte Tiere ernsthaft erkranken, und die Neuankömmlige (die ja extrem geschwächt sind) dann sofort infizieren. Krankheitserreger gibt es in jedem Aquarium und in Massen beim Zierfischhändler. Starke Tiere werden davon nicht krank, jedoch geschwächte Tiere.

Keinesfalls sollte man nach vier Wochen schlagartig z.B. 20 Fische einsetzen. Dies würde das System sofort zum umkippen bringen. auch wenn es eingefahren ist. Das ist so, weil es nur als eingefahren in Bezug auf den aktuellen Besatz bezeichnet werden kann. Deshalb ist es wichtig, dass man das Aquarium langsam bestückt.

 

Ich wünsche allen angehenden Aquarianern viel Freude an diesem faszinierenden Hobby. Noch ein Tipp zum Schluss: Führen Sie ein Aquarien-Tagebuch. Damit kann man bei eventuellen Problemen der Ursache häufig auf die Spur kommen. Darin sollte alles stehen was am Aquarium an Veränderungen wann vorgenommen wurde.

 

 

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