Auf dieser Seite geht es um eine ausgewogene Düngung im Aquarium. Eine Überdüngung führt schnell zu einer Algenplage. Vorwiegend geht es hier um das Verhältnis zwischen Licht, CO2 und Flüsigdünger.

 

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  Dünger und Düngung im Aquarium 

 

Düngemittel und Nährstoffhaushalt im Aquarium

 

Als Dünger verwende ich "Femanga Eisen Fe(II)" da ich dort das Eisen verhältnismäßig genau dosieren kann. Die anderen Nährstoffe werden über "Dennerle S7" dosiert. Meist dünge ich lediglich das Eisen nach, da die anderen Bestandteile beim Wasserwechsel über das Leitungswasser ausreichend ersetzt werden. Dabei Dünge ich eher zu wenig als zu viel um den Algen keine unnötigen Geschenke zu machen. Bodengrunddünger benutze ich sehr selten, da die von mir bevorzugten Pflanzen (durchweg keine Sumpf-, sondern Wasserpflanzen) zum einen sehr wenig Düngung benötigen und zum anderen den Dünger überwiegend über die Blätter aufnehmen. Für die Cryptocorynen gebe ich von Zeit zu Zeit (selten) gezielt die Düngekugeln von JBL in den Bodengrund.

Um zu demonstrieren, wie sich ein unausgewogenes Verhältnis Lichtmenge zu Düngung (grün CO2; blau sonstiger Dünger) auswirkt habe ich die folgenden Skizzen angefertigt:

 

 

Man erkennt, das es schwierig aber auch wichtig ist, die exakte Düngemenge zu bestimmen. Ein Nährstoffüberschuss bewirkt nicht nur ein Algenwachstum, sondern kann auch zu Vergiftungserscheinungen bei den Aquarienbewohnern fürhren. Bei den Skizzen wird davon ausgegangen, dass das Aquiarium gut bepflanzt ist. Die Skizze soll folgendes verdeutlichen:

 

Bild 1): Lichtmenge, CO2-Gehalt und sonstige Nährstoffe liegen in optimalen Mengen vor; es herrschen gesundes Pflanzenwachstum und es liegt ein ausgeglichenes biologisches Gleichgewicht vor.

 

Bild 2): Die Beleuchtung ist zu stark (selten); die Pflanzen können trotz starker Bestrahlung nicht wachsen weil die übrigen Bausteine fehlen. Nitrate und Phosphate werden von den Pflanzen nicht ausreichend aufgenommen und Algen können sich breitmachen. Das biologische Gleichgewicht gerät ins Wanken.

 

Bild 3): Die Beleuchtung ist zu schwach (häufig); zum Anregen des Pflanzenwachsums werden CO2 und Flüssigdünger in das Aquarium gegeben. Dies führt zu einem stärkeren Pflanzenwachstum - allerdings nur so weit wie die Lichtverhältnisse es zulassen. Ein Überangebot an CO2 oder (meistens) Flüssigdünger wird nicht verwertet und liefert den Algen die Wachstumsgrundlage. Dies ist dann schon meist nach ein bis zwei Wochen sichtbar und dem sollte sofort durch einen Düngerstopp entgegengewirkt werden bis die Algen wieder verschwinden.

 

Dazwischen existieren natürlich unendlich viele Möglichkeiten unausgewogener Verhältnissse. Der Idealfall wird wohl in 99,9 % aller Aquarien nicht vorherrschen, denn dazu benötigt man entweder (heute) unbezahlbare Mess- und Regeltechnik, oder ein unglaublich begnadetes Aquarienhändchen. :-) Es sollte aber der Idealfall durch genaues Beobachten und regelmäßiges Überprüfen der Wasserwerte angesterbt werden.

 

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